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Hiltrudstraße: Bezirksamt will Großprojekt hinter verschlossenen Türen durchwinken

Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke kritisieren geheime „Wohnungsbau-Turbo“-Vorlage – wenige Wochen nach der Wahl und zugunsten eines Investors mit Verbindungen zur CDU

Ein neues Wohnquartier nebenan – und alle in der Nachbarschaft wissen vorher, wie es aussehen wird, ihre Einwände wurden geprüft, und die gewählten Bezirksverordneten haben mitentschieden. So sollte Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf laufen. An der Hiltrudstraße passiert gerade das Gegenteil.

Mit der Vorlage Nr. 1597/VI vom 7. Oktober 2026 will das CDU-geführte Bezirksamt dem Vorhaben des Projektentwicklers Laborgh auf der ehemaligen Kleingartenanlage zustimmen: 304 Wohnungen in elf Gebäuden mit vier bis fünf Geschossen und Tiefgarage. Erlaubt wären dort heute nur Einzel- und Doppelhäuser mit höchstens zwei Geschossen – das räumt die Vorlage selbst ein. Der Bebauungsplan, der das ändern soll, ist nicht fertig: Die zahlreichen Einwendungen aus der Nachbarschaft sind noch gar nicht ausgewertet. Mit dem sogenannten „Wohnungsbau-Turbo“, einer befristeten Sonderregel im Baugesetzbuch, möchte das Bezirksamt einfach an ihnen vorbei genehmigen.

Besonders brisant: Laut Beschlussentwurf soll die Vorlage der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht vorgelegt und nicht veröffentlicht werden. Auch ob Kita- und Schulplätze, Spielflächen und der Ausbau der Hiltrudstraße ausreichen, regelt laut Vorlage ein städtebaulicher Vertrag mit Laborgh vom September 2026, über den damit niemand öffentlich beraten kann. Und das wenige Wochen nach der Wahl vom 20. September, kurz bevor sich die neue BVV konstituiert und ein neues Bezirksamt wählt. Auf die Bitte, die Vorlage nicht zu beschließen, hat die CDU nicht geantwortet.

Hinzu kommt: Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz und der frühere CDU-Abgeordnete Christian Gräff sind laut öffentlich einsehbaren Unternehmensdaten geschäftlich verbunden. Die hastig beschlossene Vorlage seiner Kolleg/innen hat damit einen Beigeschmack. Zudem entsteht der Eindruck, dass die Situation im Übergangszeitraum zwischen neuer und alter BVV ausgenutzt wird.

Pascal Grothe (Bündnis 90/Die Grünen) betont: „Ich bin für neue Wohnungen in Biesdorf, und dass hier geförderte Wohnungen entstehen sollen, begrüße ich ausdrücklich. Aber wer über 300 Wohnungen mitten in eine Siedlung aus Einfamilienhäusern setzt, muss das offen tun – vor der Nachbarschaft und vor der BVV. Ein Bezirksamt, dessen Amtszeit nach der Wahl ausläuft, darf so eine Entscheidung nicht im Stillen treffen. Ich will wissen, was das Projekt für Verkehr, Kitas und Schulen in Biesdorf-Nord bedeutet, und ich will ein Quartier, das so wenig Boden wie möglich versiegelt und von der Nachbarschaft akzeptiert ist. Das klärt man in einem ordentlichen Verfahren, nicht mit einer Abkürzung.“

Björn Thielebein (Die Linke) ergänzt: „Wie brauchen auch in Biesdorf bezahlbare Mietwohnungen, bestenfalls in öffentlicher Hand. Es darf nicht sein, dass kurz vor Ende der Wahlperiode hinter verschlossenen Türen Tatsachen geschaffen werden. Die CDU tut mit ihrer Hinterzimmerpolitik nur dem Investor einen Gefallen, nicht aber den Mieterinnen und Mietern in dieser Stadt. Denn solche Projekte müssen im Einvernehmen mit und nicht gegen die Nachbarschaft entstehen. Wir haben eine Sondersitzung der BVV einberufen, um diesen Prozess zu stoppen. Die Anliegen der Menschen vor Ort müssen ernst genommen werden, statt sie durch administrative Tricks zu übergehen.“

Die Sondersitzung wird am kommenden Dienstag, den 20.10. öffentlich stattfinden.

Beide Fraktionen fordern: Die Vorlage muss zurückgezogen, der BVV vorgelegt und veröffentlicht werden. Das Bebauungsplanverfahren ist mit allen Einwendungen ordentlich abzuschließen – und die Entscheidung trifft das neu gewählte Bezirksamt mit der BVV.

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Unsere BVV Fraktion sucht eine neue Geschäftsführung

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf sucht spätestens zum 01. November 2026 eine

Fraktionsgeschäftsführung (m/w/d)

Wir suchen eine motivierte Persönlichkeit mit hoher Organisationskompetenz für die eigenverantwortliche, strukturierte Leitung unserer Fraktionsgeschäftsstelle, die selbständig die laufenden Geschäfte erledigt. Wichtig ist eine dienstleistungsorientierte Arbeitsweise, insbesondere zur Unterstützung und Begleitung der ehrenamtlichen Arbeit der Fraktionsmitglieder.

Zu Deinen Aufgaben gehören:

  • Klassische Bürotätigkeiten (u.a. E-Mails, Post, Terminplanung, Buchhaltung, Materialbeschaffung)
  • Aufbereitung und Weiterleitung eingehender Anfragen und Informationen für die Fraktionsmitglieder
  • Organisatorische und inhaltliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen und Gespräche der Fraktion
  • Organisatorische Vorbereitung der Teilnahme der Fraktion an BVV-Tagungen, Ausschusssitzungen und Anfertigen von Protokollen
  • Ansprechpartner*in der Fraktion für Bürger*innen, Initiativen und Verbände, für die anderen Fraktionen, das BVV-Büro und das Bezirksamt, u.a. während der wöchentlichen Sprechzeiten der Fraktion
  • Verfassen von Pressemitteilungen und Texten für die Webseite

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Erfolg für mehr Verkehrssicherheit: die BVV beschließt grüne Anträge zur Pilgramer Straße

Die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf hat zwei Anträge unserer Fraktion zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Pilgramer Straße beschlossen. Damit wird das Bezirksamt beauftragt, sich gegenüber den zuständigen Stellen für einen neuen Fußgängerüberweg sowie eine durchgehende Tempo-30-Regelung einzusetzen.

Ein wichtiger Baustein ist die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs auf der Pilgramer Straße in Höhe des Porta-Möbelmarktes und der Straße Am Theodorpark. Der neue Zebrastreifen soll das sichere Queren der Straße erleichtern und insbesondere den vielen Menschen zugutekommen, die hier täglich zu Fuß unterwegs sind.

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Gemeinsam für ein queeres Jugendfreizeitangebot in Marzahn-Hellersdorf

Bündnis 90/Die Grünen hat gemeinsam mit SPD und Die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf am 2. Juli 2026 einen Antrag eingebracht, der die Einrichtung einer Jugendfreizeiteinrichtung mit dem Schwerpunkt auf queeren jungen Menschen fordert.

Queere Kinder und Jugendliche brauchen wohnortnahe Orte, an denen sie sich sicher fühlen, Gemeinschaft erleben und Unterstützung finden können. Bislang gibt es im Bezirk jedoch zu wenige entsprechende Angebote, um den bestehenden Bedarf zu decken.

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Renaturierungsmaßnahmen am Kienberpark in Gefahr: Keine Kettensägen am Kienberg!

Es ist ein Skanal: Für Olympia soll gerade renaturierter Kienbergpark wieder zerstört werden.

Der Berliner Senat hat erst begonnen, den Kienbergpark mit über 13.000 neu gepflanzten Gehölzen ökologisch aufzuwerten – jetzt soll für eine olympische Mountainbike-Strecke genau dieser Wald wieder plattgemacht werden. Das ist nicht nur ein ökologischer Irrsinn, sondern macht das Berliner Ökokonto als Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung zur Farce. Wir fordern den Senat auf, diese Pläne sofort zu stoppen. weiterlesen »

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Girls’ Day in Marzahn-Hellersdorf – ein Tag als Bezirkspolitikerin

Wir haben uns gemeinsam mit der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf und der Fraktion von Die Linke Marzahn-Hellersdorf am bundesweiten Girls’ Day beteiligt. Mit dem gemeinsamen Format „Ein Tag als Bezirkspolitikerin“ erhielten Mädchen der 7.-10. Klasse aus diversen Schulen in Berlin die Möglichkeit, die Arbeit in der Kommunalpolitik aus nächster Nähe kennenzulernen, demokratische Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie politische Mitgestaltung im Bezirk konkret funktioniert.
Im Rahmen der Veranstaltung bekamen die Teilnehmerinnen Einblicke in die Aufgaben der Bezirksverordnetenversammlung, des Bezirksamtes, in die Arbeit der Fraktionen sowie in die politischen Abläufe auf kommunaler Ebene. In Gesprächen mit Mandatsträgerinnen konnten Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht und politische Themen diskutiert werden.

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IT-Sicherheit in der Bezirksverwaltung – Sonderausschuss abgelehnt

 IT-Sicherheit in der Bezirksverwaltung bleibt ein kritisches Thema. Ein aktueller Bericht des Berliner Rechnungshofes macht deutlich, dass es im Bereich der IT-Sicherheit zahlreiche Versäumnisse gegeben hat. Aus Sicht der bündnisgrünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung besteht dringender Handlungsbedarf, um bestehende Schwachstellen aufzuarbeiten und die digitale Infrastruktur des Bezirks zukunftssicher aufzustellen.

Der Bericht des Berliner Rechnungshofes benennt unzählige Mängel bei der IT-Sicherheit im Bezirk. Fehlende Strukturen, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen und mangelnde Verantwortlichkeiten gefährden nicht nur interne Abläufe, sondern auch die Verlässlichkeit digitaler Verwaltungsprozesse.

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Straßenbäume

Ein Baumsofortprogramm für Marzahn-Hellersdorf

Unser Antrag, im Frühjahr 2026 möglichst viele offene Baumscheiben im Bezirk zu bepflanzen, wurde von uns nochmal als Priorität in die Bezirksverordnetenversammlung am 23.04.2026 eingebracht. Ziel des Antrags aus dem letzten Jahr war es, bis zum 31.12.2025 eine Liste der bepflanzbaren Baumscheiben aus dem Grünflächeninformationssystem zu erstellen, die Pflanzung für die erste Phase 2026 vorzubereiten und die Bäume in Baumschulen vorzubestellen.

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Pressemitteilung: Bündnis 90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf verurteilen den feigen Angriff auf das Kinder- und Jugendhaus Bolle

Am Freitag, den 24. April 2026, wurde das Kinder- und Jugendhaus Bolle am Hohensaatener Ring Ziel eines brutalen Angriffs: Mehrere maskierte Täter drangen in die Einrichtung ein und setzten Reizgas ein. Fünfzehn Menschen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen und den Verantwortlichen.

Das Kinder- und Jugendhaus Bolle ist ein zentraler Ort für die Kinder und Jugendlichen des Kiezes. Täglich werden dort rund 150 Minderjährige betreut.

Pascal Grothe, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Marzahn-Hellersdorf, erklärt:

„Unsere Fraktion wird den Vorfall auf die Tagesordnung des nächsten Jugendhilfeausschusses setzen. Wir fordern eine umfassende Debatte über die aktuelle Situation der Jugendarbeit im Bezirk, die Sicherheitslage in Jugendeinrichtungen sowie über mögliche Konsequenzen für die Bezirkspolitik.“

Manuela Neubert, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die nächste BVV, betont:

„Die Jugendarbeit im Bezirk Marzahn-Hellersdorf steht vor großen Herausforderungen. Angesichts des jüngsten Vorfalls, der wachsenden Bedeutung von Jugendclubs als sichere Orte für Heranwachsende und der steigenden Kinderarmut in unserem Bezirk, fordern wir Bündnisgrüne:

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