An einigen Orten im Bezirk sollen bald neue Hochhäuser in den Himmel ragen. Bei vielen Anwohnenden stoßen diese Vorhaben auf große Sorgen. Gleich fünf Bürgerinitiativen haben sich deswegen am 25.09. vor dem Bezirksparlament versammelt, um auf dieses wichtige Anliegen aufmerksam zu machen. Wir setzen uns schon länger gegen die massive Nachverdichtung im Bezirk ein und stehen auch weiterhin solidarisch an der Seite der Anwohnerschaft.
Unter anderem an den Kleeblattpassagen, Tal-Center und Helene-Weigel-Platz sollen alte Gebäude weichen und neue Bauprojekte entstehen. An der Allee der Kosmonauten ist ein mehr als 20 Meter hoher Neubau geplant, direkt vor einem Siedlungsgebiet. Viel zu häufig werden die Anwohnenden nicht in die Planungen mit einbezogen und keine Bebauungspläne erstellt. Viele Personen fühlen sich schlecht informiert und mit ihren Sorgen im Stich gelassen. Während die Gebäude wachsen sollen, scheint die soziale Infrastruktur nicht mit zu wachsen. Kitas, Schulen, medizinische Versorgung, Kultur- und Sportangebote, Pflegeeinrichtungen und vieles mehr sind jetzt schon knapp und müssen ausreichend vorhanden sein, sobald mehr Wohnungen gebaut werden sollen. An mehreren Orten befürchten die Anwohnenden durch die großen Neubauten eine Verschattung. Diese Zustände sind nicht länger hinnehmbar!
„Die Anwohnenden haben heute ein Zeichen gesetzt für eine sozialverträgliche Baupolitik. Wir stehen an der Seite aller Bürgerinitiativen, die sich für einen lebenswerten Bezirk und gegen eine massive Nachverdichtung einsetzen“ berichtet der Stadtentwicklungs- und Baupolitische Sprecher der bündnisgrünen Fraktion in Marzahn-Hellersdorf Pascal Grothe. „Stattdessen sollte der Bau von Wohnungen endlich dort beschleunigt werden, wo Brachen und unfertige Projekte seit Jahren darauf warten.“



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