Bündnis 90/Die Grünen freuen sich über die Entscheidung des Hauptausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, Mittel für die wissenschaftliche Evaluation des Modellprojekts „Familienrat“ in Marzahn-Hellersdorf bereitzustellen. Dieses Projekt bietet Familien in schwierigen Situationen die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem sozialen Umfeld – wie Verwandten, Freund*innen und Kolleg*innen – Lösungen für Konflikte zu entwickeln. Ziel ist es, stationäre Fremdunterbringungen von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden und das Zusammenleben von Familien zu verbessern.
Vor dem Hintergrund der hohen Ausgaben für Hilfen zur Erziehung in allen Berliner Bezirken verspricht die wissenschaftliche Evaluation wertvolle Erkenntnisse, die nicht nur den Familien in Marzahn-Hellersdorf zugutekommen sollen. Auch andere Bezirke könnten von den Ergebnissen profitieren, wodurch Familien gestärkt und die Bezirkshaushalte entlastet werden.
Hilfen zur Erziehung sind wichtige Unterstützungsangebote für Familien, die Herausforderungen in der Erziehung ihrer Kinder nicht allein bewältigen können. Sie werden vom Jugendamt organisiert und reichen von Beratung bis hin zu einer zeitweisen Betreuung der Kinder. Ziel ist es, die Familiensituation zu stabilisieren und Kindern ein sicheres, förderliches Umfeld zu bieten.
Die wissenschaftliche Untersuchung des Modellprojekts wird sich unter anderem darauf konzentrieren, welche Wirkung Familienräte auf die Beteiligung und Selbstwirksamkeit von Familien sowie die Lösung familiärer Konflikte haben. Zudem wird geprüft, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in diesen Prozessen gestärkt werden kann.
Chantal Münster, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Marzahn-Hellersdorf erklärt: „Bündnis 90/Die Grünen sehen in der Evaluation des Projekts eine wichtige Chance, familienorientierte Ansätze weiterzuentwickeln und die Unterstützung für Familien in Berlin nachhaltig zu verbessern. Damit Familien bei Bedarf bereits frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen können und die Hilfe nicht erst eintritt, wenn es zu spät ist, lohnt es sich, einen genauen Blick auf das Modellprojekt zu werfen und Lehren für ganz Berlin zu ziehen.“


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