Mit dem Datum 29. Juli ist für das Jahr 2021 der Tag erreicht, an dem die durch die Ökosysteme erneuerbaren Ressourcen unserer Erde z.B. durch Verbrauch von Rohstoffen und unversiegelten Flächen sowie durch CO2-Ausstoß ausgeschöpft sind. D.h. mit jedem weiteren Tag wirtschaften wir Menschen, indem wir den Raubbau an unserem Planeten weiter vorantreiben. Das bedeutet fast ein halbes Jahr Missachtung der voranschreitenden Erderwärmung, Vernichtung der lebensnotwendigen Wälder, Zerstörung von Lebensräumen für Flora, Fauna und Mensch, Vernichtung der Biodiversität.
Dieser Tag, eder Earth Overshoot Day, wird von den Global Footprint Networks, die ihren Sitz in den USA und der Schweiz haben, ermittelt. 1961 noch lag der Faktor bei 0,73, es war „Luft nach oben“. 1970 war der Kipppunkt erreicht mit dem Wert 1,01. Seitdem schreiten wir Jahr für Jahr Richtung Jahresmitte, was heißt, dass wir inzwischen nahezu zweimal die Ressourcen der Erde aufbrauchen, die nur einmal zur Verfügung stehen, wenn wir die Existenz von menschlichem Leben auf der Erde sichern wollen.
Wann hört der Wahnsinn von Wirtschaftswachstum auf? Wann kehren wir zur dringend notwendigen Kreislaufwirtschaft zurück? Wann begreift der Mensch, was er zum Leben wirklich braucht? Die bevorstehenden Wahlen bergen zunächst und zumindest die Chancen zur Umkehr auf allen Ebenen in unserem Land, von den Kommunen bis zum Bund.



Verwandte Artikel
Renaturierungsmaßnahmen am Kienberpark in Gefahr
Gemeinsame Pressemitteilung von Manuela Neubert Spitzenkandidatin für die BVV Marzahn-Hellersdorf und Pascal Grothe Fraktionsvorsitzender der BVV-Fraktion – Bündnis 90/Die Grünen
SKANDAL: Für Olympia soll gerade renaturierter Kienbergpark wieder zerstört werden
Der Senat hat erst begonnen, den Kienbergpark mit über 13.000 neu gepflanzten Gehölzen ökologisch aufzuwerten – jetzt soll für eine olympische Mountainbike-Strecke genau dieser Wald wieder plattgemacht werden. Das ist nicht nur ein ökologischer Irrsinn, sondern macht das Berliner Ökokonto als Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung zur Farce. Wir fordern den Senat auf, diese Pläne sofort zu stoppen.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Wir trauern um unser langjähriges Mitglied Ernst-Gottfried
Wie wir soeben erfuhren, ist unser langjähriges Mitglied Ernst-Gottfried Buntrock am Samstag, den 9. Mai, kurz vor Vollendung seines 92. Lebensjahres gestorben. weiterlesen »
Weiterlesen »
IT-Sicherheit in der Bezirksverwaltung – Sonderausschuss abgelehnt
IT-Sicherheit in der Bezirksverwaltung bleibt ein kritisches Thema. Ein aktueller Bericht des Berliner Rechnungshofes macht deutlich, dass es im Bereich der IT-Sicherheit zahlreiche Versäumnisse gegeben hat. Aus Sicht der bündnisgrünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung besteht dringender Handlungsbedarf, um bestehende Schwachstellen aufzuarbeiten und die digitale Infrastruktur des Bezirks zukunftssicher aufzustellen.
Der Bericht des Berliner Rechnungshofes benennt unzählige Mängel bei der IT-Sicherheit im Bezirk. Fehlende Strukturen, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen und mangelnde Verantwortlichkeiten gefährden nicht nur interne Abläufe, sondern auch die Verlässlichkeit digitaler Verwaltungsprozesse.
weiterlesen »
Weiterlesen »