Schöne und sichere Radwege wie den Wuhlewanderweg, die das Radfahrer*innenherz erfreuen gibt es in unserem Bezirk leider wenige. Die BündnisGrünen in der BVV haben sich deshalb lange für die Einsetzung eines FahrRATes auch für Marzahn-Hellersdorf eingesetzt. Dieser soll nach dem Vorbild eines Runden Tisches Erfahrungswissen bündeln und die verschiedenen Perspektiven z.B. aus Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit, Verwaltung, Forschung und Verkehrsverbänden wie dem ADFC zusammenbringen, damit die Radverkehrsentwicklung im Bezirk endlich besser vorankommt.
Am 18.07.2017 tagte der FahrRAT zum ersten Mal in dieser Legislaturperiode im Rathaus Hellersdorf. Zu Gast waren Herr von Alm, der als Mitarbeiter des Senats von den aktuellen Planungen und Entwicklungen zum Radverkehr berichtete, und Frau Blank, zuständig für den Straßenneubau im Bezirk. Damit die vielen Ideen aus dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag und dem kommenden Radgesetz auch bei uns in Marzahn-Hellersdorf umgesetzt werden können, stehen genügend finanzielle Mittel bereit, jedoch fehlt es zur Zeit noch am Personal das neu eingestellt werden muss. Von den zwei neuen Stellen wurde zumindest eine in Marzahn-Hellersdorf schon besetzt, damit die Planungen losgehen können.
Vom Senat wird außerdem eine neue Infrastrukturgesellschaft “InfraVelo” als Tochter der Grün Berlin GmbH in Betrieb gehen, die ebenfalls konkrete Planungen mit Bürgerbeteiligung und Förderprogrammen für größere Radverkehrsprojekte in der Stadt übernehmen wird. Unter anderem sollen dadurch neue Radschnellverbindungen kommen, eine Kommunikationskampagne für den Radverkehr gestartet werden und Lastenräder für den Lieferverkehr gefördert werden.
Einige unserer bündnisgrünen Forderungen zu Lückenschlüssen und mehr Fahrradabstellplätzen konnten vom Bezirksamt schon auf den Weg gebracht werden, aber es gibt noch zu viele Gefahrenstellen, wie die Marzahner Brücke. Die Planungen für den Umbau dauern zu lange, deshalb fordern wir bis dahin eine sichere Zwischenlösung für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Auch sollten die Wege zur Schule und zur Kita auf ihrer Sicherheit überprüft, sowie Abstellplätze dort erweitert werden.
Das nächste Treffen des FahrRat soll zum Ende des Jahres stattfinden, wenn auch der Mobilitätsplan für den Bezirk fertig gestellt sein soll.



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