Antrag 1161/VI
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, die Aufgaben einer Energiebeauftragten entsprechend dem Berliner Energiespargesetz (BEnSpG) zu erfüllen. Dazu ist
1. die Stelle einer Energiebeauftragten einzurichten.
2. nachzuweisen, wie die Aufgaben nach § 20 des Gesetzes (BEnSpG) in den letzten drei Jahren ohne eigene Stelle umgesetzt und erfüllt wurden.
3. darzustellen, wie die anstehenden Aufgaben bis zur Einrichtung dieser Stelle konkret im Bezirk Marzahn-Hellersdorf erfüllt werden.
Der BVV ist bis zur Sitzung im Januar 2009 zu berichten.
Begründung:
Der Antrag der bündnisgrünen Fraktion DS 0702/VI wurde abgelehnt. Dabei wurde von Frau Pohle begründet (sowohl in der BVV als auch in den entsprechenden Ausschüssen), dass die Aufgaben einer Energiebeauftragten durch die jeweiligen Kolleginnen in den Fachabteilungen erfüllt und ausgeführt werden, ohne dass eine eigene Stelle dafür existiert. Die Nachfragen in den Ausschüssen, die Beantwortung zahlreicher mündlicher und schriftlicher Anfragen im Verlauf des Jahres 2008 durch die bündnisgrüne Fraktion haben ergeben, dass dem nicht so ist, z. B. bezogen auf den der BVV jährlich vorzulegenden Bericht (vgl. § 20 (2) Punkt 5).Vgl. DS KA 148/VI, 189/VI, DS 1117/VI u. a. Insbesondere fehlt damit eine solide Basis und Datenerfassung um gezielte investive Umgestaltungs- und Baumaßnahmen, aber auch Reparaturen zur Einsparung von Energie und damit insbesondere zur notwendigen Kosteneinsparung planen und umsetzen zu können (vgl. §6 des BEnSpG). Daher ist dieses Thema wieder dringendst auf die Tagesordnung zu setzen. Seit dem Zwischenbericht durch Frau Pohle im Januar 2008 zur DS 0396/VI-20 gab es keine Aktivitäten, bzw. eine Abschlussinformation. Der Aufbau des Facility-Managements muss von Anfang an eng mit dem Energie-Management verbunden werden.


Kommentar verfassen
Verwandte Artikel
Gemeinsame Pressemitteilung der BVV Fraktionen B90/Die Grünen, SPD und Die Linke
Sonderausschuss zur Vereins-Affäre: Aufklärung zum SLHC e.V. und dem Gesundheitscampus am UKB Berlin e.V. steht erst am Anfang – die Erkenntnisse sind trotzdem schon jetzt brisant
Nach der Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses zur Mitgliedschaft des Bezirksamts im Verein Smart Living & Health Center (SLHC) e.V. und dem Gesundhetscampus e.V. bleibt aus Sicht von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke ein erheblicher Aufklärungsbedarf bestehen. Durch Recherchen vom Tagesspiegel und Abgeordnetenwatch wurden fragwürdige Verflechtungen erst sichtbar gemacht haben.
weiterlesen »
Weiterlesen »
IT‑Sicherheit in Marzahn-Hellersdorf – wir fordern einen Sonderausschuss
Der aktuelle Bericht des Berliner Rechnungshofes macht deutlich: In unserem Bezirk gibt es gravierende Defizite in der IT‑Sicherheit. Unzählige Versäumnisse – von veralteten Systemen über mangelhafte Zugangskontrollen bis hin zu unzureichender Dokumentation – gefährden nicht nur die Daten der Bürgerinnen und Bürger, sondern schwächen das Vertrauen in unsere kommunale Verwaltung.
Die Bündnisgrüne Fraktion in der BVV hat im letzten Bezirksparlament deshalb einen Antrag eingereicht für die sofortige Einrichtung eines Sonderausschusses für IT‑Sicherheit .
Weiterlesen »
Ein Baumsofortprogramm für Marzahn-Hellersdorf
In der November Sitzung des Bezirksparlaments (BVV) Marzahn-Hellersdorf hat die Bündnisgrüne Fraktion einen Antrag für ein Baumsofortprogramm eingereicht, um die Umsetzung des Berliner Baumgesetzes im Bezirk voranzutreiben. Das Bezirksamt soll demnach bis zum 31. Dezember 2025 eine Liste aller offenen, bepflanzbaren Baumscheiben aus dem Grünflächeninformationssystem vorlegen. Ziel ist es, im Frühjahr 2026 rechtzeitig zur Pflanzsaison so viele dieser Standorte wie möglich mit neuen Bäumen zu bepflanzen. Die entsprechenden Vorbestellungen in Baumschulen sollen unverzüglich erfolgen.
Der Antrag reagiert auf das im Sommer 2025 verabschiedete Berliner Baumgesetz, das als erstes Klimaanpassungsgesetz seiner Art in Deutschland gilt. Bis 2040 sollen in Berlin eine Million gesunde Bäume stehen, darunter 300.000 neue Straßenbäume. Bereits bis Ende 2027 sind 10.000 zusätzliche Straßenbäume geplant, um den Schwund der vergangenen Jahre auszugleichen. Das Gesetz war auf Druck der Bürgerinitiative „Baumentscheid“ entstanden, deren Klagedrohung die schwarz-rote Koalition zum Einlenken bewegt hatte. weiterlesen »
Weiterlesen »