Die vertrauliche Geburt ist ein Angebot für Frauen in Not, ihre Kinder anonym und unter medizinischer Betreuung zur Welt zu bringen. Nach der Geburt hat die Mutter die Möglichkeit das Krankenhaus wieder zu verlassen und ihr Baby in der Obhut des Krankenhauses zu lassen. Unser Antrag (1261/VII) soll dazu beitrage diese Möglichkeiten bekannter zu machen.
Das im Bezirk bestehende Netzwerk „Rund um die Geburt“ wird eingesetzt, um das Inkrafttreten des Gesetzes bekannt zu machen und die Zusammenarbeit seiner Mitglieder speziell zum Thema vertrauliche Geburt zu intensivieren. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und die Kooperationspartner_innen im Rahmen der Frühen Hilfen mit den Familienhebammen werden zu den neuen Möglichkeiten im Rahmen der vertraulichen Geburt informiert.
Antrag – 1261/VII (14.01.2014)
Die BVV möge beschließen:
Dem Bezirksamt wird empfohlen, bei potentiellen Einrichtungen im Bezirk (Krankenhäuser, Hebammen u. a.) die Möglichkeit der vertraulichen Geburt in Marzahn-Hellersdorf anzuregen. Die Umsetzung und Kommunikation dieses Angebotes sollte durch alle öffentlichen Einrichtungen des Bezirkes unterstützt werden.
Begründung:
Die vertrauliche Geburt ist ein Angebot für Frauen in Not, ihre Kinder anonym und unter medizinischer Betreuung zur Welt zu bringen. Nach der Geburt hat die Mutter die Möglichkeit das Krankenhaus wieder zu verlassen und ihr Baby in der Obhut des Krankenhauses zu lassen. Dieses präventive Angebot unterstützt die im Dezember verabschiedete Forderung der Installation einer bezirklichen Babyklappe.
Die BVV wird um Kenntnisnahme gebeten:
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt über das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen
Geburt (SchwHiAusbauG) und sein Inkrafttreten am 01.05.2014 in Kenntnis gesetzt worden.
Die Umsetzung des Gesetzes liegt in der Verantwortung der Länder. Daher ist ein besonderer Schwerpunkt im Land Berlin auf die Klärung für die Betreuung von Frauen mit dem Wunsch einer vertraulichen Geburt und damit auf die Zusammenarbeit zwischen Beratungsstellen der Stadt, Freier Träger und der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales zu legen. Zu klären ist hierbei auch die Notwendigkeit einer Fortbildung von Berater_innen zur Absicherung eines einheitlichen Vorgehens im Land Berlin, zumal im Gesetz keine verpflichtende Fortbildung vorgesehen ist.
Das Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung als anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle steht Frauen, die eine vertrauliche Geburt wünschen für Beratungen zur Verfügung. Zurzeit werden der Inhalt des Gesetzes und die Möglichkeiten der Umsetzung besprochen. Besondere Aufmerksamkeit finden die Besonderheiten des Ablaufs der Beratung zur Wahrung der Anonymität der Frau, der Rechte des Kindes und des Vaters.
Das im Bezirk bestehende Netzwerk „Rund um die Geburt“ wird eingesetzt, um das Inkrafttreten des Gesetzes bekannt zu machen und die Zusammenarbeit seiner Mitglieder speziell zum Thema vertrauliche Geburt zu intensivieren. Die Internetauftritte des Gesundheitsamtes, des Zentrums und des Netzwerkes werden genutzt, um die Bürger_innen über die Möglichkeiten zur anonymen Beratung im Schwangerschaftskonflikt und zur anonymen Geburt fortlaufend zu informieren.Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und die Kooperationspartner_innen im Rahmen der Frühen Hilfen mit den Familienhebammen werden zu den neuen Möglichkeiten im Rahmen der vertraulichen Geburt informiert.


Kommentar verfassen
Verwandte Artikel
Girls’ Day in Marzahn-Hellersdorf – ein Tag als Bezirkspolitikerin
Wir haben uns gemeinsam mit der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf und der Fraktion von Die Linke Marzahn-Hellersdorf am bundesweiten Girls’ Day beteiligt. Mit dem gemeinsamen Format „Ein Tag als Bezirkspolitikerin“ erhielten Mädchen der 7.-10. Klasse aus diversen Schulen in Berlin die Möglichkeit, die Arbeit in der Kommunalpolitik aus nächster Nähe kennenzulernen, demokratische Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie politische Mitgestaltung im Bezirk konkret funktioniert.
Im Rahmen der Veranstaltung bekamen die Teilnehmerinnen Einblicke in die Aufgaben der Bezirksverordnetenversammlung, des Bezirksamtes, in die Arbeit der Fraktionen sowie in die politischen Abläufe auf kommunaler Ebene. In Gesprächen mit Mandatsträgerinnen konnten Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht und politische Themen diskutiert werden.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Ein Baumsofortprogramm für Marzahn-Hellersdorf
Unser Antrag, im Frühjahr 2026 möglichst viele offene Baumscheiben im Bezirk zu bepflanzen, wurde von uns nochmal als Priorität in die Bezirksverordnetenversammlung am 23.04.2026 eingebracht. Ziel des Antrags aus dem letzten Jahr war es, bis zum 31.12.2025 eine Liste der bepflanzbaren Baumscheiben aus dem Grünflächeninformationssystem zu erstellen, die Pflanzung für die erste Phase 2026 vorzubereiten und die Bäume in Baumschulen vorzubestellen.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Bäume für Chill-Hain gefällt – Wir setzen uns weiterhin für den Erhalt der verbliebenen Bäume ein!
Wir haben einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht, um die Bäume auf dem Grundstück am Auerbacher Ring zu erhalten und in den geplanten Chill-Hain zu integrieren.
Am Auerbacher Ring entsteht derzeit eine neue Schule, die auch einen sogenannten „Chill-Hain“ erhalten soll – einen Ort, an dem sich die Schüler*innen entspannen und erholen können. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden jetzt Bäume gefällt, da diese der Bauplanung im Weg standen. Laut Bezirksamt war das Fällen der Bäume aufgrund der Bauarbeiten notwendig. Es wurden auch Ausgleichspflanzungen vorgenommen, um die verlorenen Bäume zu kompensieren.
weiterlesen »
Weiterlesen »