Im Zuge einer Untersuchung zur Standsicherheit der bestehenden Dachstühle des Schulgebäudes und der Turnhalle des Otto-Nagel-Gymnasium wurde auch das Vorhandensein von Schadstoffen erkannt. Dies geht aus einer Antwort auf unsere kleine Anfrage (KA-095/VII) hervor.
Die Ermittlung zu den Schadstoffen ist durch ein zulässiges Fachbüro vorgenommen und dokumentiert worden. Es handelt sich hier um Holzschutzmittel wie PCP, Lindan, und DDT-haltige Schadstoffe, teilweise auch um PAK-haltige Baustoffe. Als Sofortmaßnahme sind Absperrungen zu den kontaminierten Bereichen gegen Zugängigkeit angebracht worden. Die kontaminierten Bereiche wurden von den nicht betroffenen Bereichen staubdicht abgetrennt. Es erfolgte eine Feinreinigung der betroffenen Gegenstände und der Schule. Die Turnhalle musste auf Grund von Standsicherheitsproblemen geschlossen werden. Auch dieser Bereich wurde komplett abgeschottet.
kleine Anfrage “Gift im Otto-Nagel-Gymnasium” – KA-095/VII (05.10.2012)
Die Beantwortung der Fragen erfolgte zuständigkeitshalber durch die Serviceeinheit Facility Management und wird hiermit zur Kenntnis gegeben.
- Um welche Giftart handelt es sich?
- Welche Bereiche des Gebäudes sind betroffen?
- Welche Maßnahmen wurden zum Schutz der Schüler/innen und Lehrer/innen eingeleitet?
- Sind weitere Schulen des Bezirkes durch ähnliche Stoffe belastet?
Zu 1.
Im Zuge einer Untersuchung zur Standsicherheit der bestehenden Dachstühle des Schulgebäudes und der Turnhalle wurde auch das Vorhandensein von Schadstoffen erkannt. Die Ermittlung zu den Schadstoffen ist durch ein zulässiges Fachbüro vorgenommen und dokumentiert worden. Es handelt sich hier um Holzschutzmittel wie PCP, Lindan, und DDT-haltige Schadstoffe, teilweise auch um PAK-haltige Baustoffe.
Zu 2.
Die vorgefundenen Schadstoffe wurden in den Bereichen des Dachgeschosses und der kompletten Dachkonstruktion von Schulgebäude und Turnhalle nachgewiesen.
Zu 3.
Die in dem Untersuchungsbericht festgelegten Handlungsempfehlungen wurden detailliert umgesetzt. Als Sofortmaßnahme sind Absperrungen zu den kontaminierten Bereichen gegen Zugängigkeit angebracht worden. Die kontaminierten Bereiche wurden von den nicht betroffenen Bereichen staubdicht abgetrennt. Es erfolgte eine Feinreinigung der betroffenen Gegenstände und der Schule. Die Turnhalle musste auf Grund von Standsicherheitsproblemen geschlossen werden. Auch dieser Bereich wurde komplett abgeschottet.
Auf Grund der vorhandenen statischen Mängel und in Kombination mit den schadstoffbelasteten Hölzern konnte in diesem Falle nicht von einer Ertüchtigung der Tragkonstruktion ausgegangen werden. Im Vorfeld der Dachsanierungs- und Umbauarbeiten erfolgt daraufhin eine komplette Dekontaminierung und Entsorgung aller Schadstoffe. Die Arbeiten werden durch ein Fachtechnikbüro ausgeschrieben und überwacht und von Fachfirmen gemäß den gültigen Vorschriften ausgeführt.
Zu 4.
Auf Grund der Untersuchungsergebnisse und der Feststellungen im Otto-Nagel-Gymnasium wurden auch die weiteren denkmalgeschützten Schulgebäude und Turnhallen mit weitgespannten Dachkonstruktionen untersucht. Auch hier sind Standsicherheitsprobleme festgestellt worden, welche sich bei weiteren Untersuchungen auch in Kombination mit schadstoffbelasteten Bereichen zeigen.
Da aber alle Schulstandorte unterschiedliche Konstruktionsarten besitzen, stellt sich auch an jedem Standort eine andere spezifische Situation dar, auf die bei der weiteren Bearbeitung eingegangen werden muss.
Stefan Komoß


Kommentar verfassen
Verwandte Artikel
Gemeinsame Pressemitteilung der BVV Fraktionen B90/Die Grünen, SPD und Die Linke
Sonderausschuss zur Vereins-Affäre: Aufklärung zum SLHC e.V. und dem Gesundheitscampus am UKB Berlin e.V. steht erst am Anfang – die Erkenntnisse sind trotzdem schon jetzt brisant
Nach der Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses zur Mitgliedschaft des Bezirksamts im Verein Smart Living & Health Center (SLHC) e.V. und dem Gesundhetscampus e.V. bleibt aus Sicht von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke ein erheblicher Aufklärungsbedarf bestehen. Durch Recherchen vom Tagesspiegel und Abgeordnetenwatch wurden fragwürdige Verflechtungen erst sichtbar gemacht haben.
weiterlesen »
Weiterlesen »
IT‑Sicherheit in Marzahn-Hellersdorf – wir fordern einen Sonderausschuss
Der aktuelle Bericht des Berliner Rechnungshofes macht deutlich: In unserem Bezirk gibt es gravierende Defizite in der IT‑Sicherheit. Unzählige Versäumnisse – von veralteten Systemen über mangelhafte Zugangskontrollen bis hin zu unzureichender Dokumentation – gefährden nicht nur die Daten der Bürgerinnen und Bürger, sondern schwächen das Vertrauen in unsere kommunale Verwaltung.
Die Bündnisgrüne Fraktion in der BVV hat im letzten Bezirksparlament deshalb einen Antrag eingereicht für die sofortige Einrichtung eines Sonderausschusses für IT‑Sicherheit .
Weiterlesen »
Ein Baumsofortprogramm für Marzahn-Hellersdorf
In der November Sitzung des Bezirksparlaments (BVV) Marzahn-Hellersdorf hat die Bündnisgrüne Fraktion einen Antrag für ein Baumsofortprogramm eingereicht, um die Umsetzung des Berliner Baumgesetzes im Bezirk voranzutreiben. Das Bezirksamt soll demnach bis zum 31. Dezember 2025 eine Liste aller offenen, bepflanzbaren Baumscheiben aus dem Grünflächeninformationssystem vorlegen. Ziel ist es, im Frühjahr 2026 rechtzeitig zur Pflanzsaison so viele dieser Standorte wie möglich mit neuen Bäumen zu bepflanzen. Die entsprechenden Vorbestellungen in Baumschulen sollen unverzüglich erfolgen.
Der Antrag reagiert auf das im Sommer 2025 verabschiedete Berliner Baumgesetz, das als erstes Klimaanpassungsgesetz seiner Art in Deutschland gilt. Bis 2040 sollen in Berlin eine Million gesunde Bäume stehen, darunter 300.000 neue Straßenbäume. Bereits bis Ende 2027 sind 10.000 zusätzliche Straßenbäume geplant, um den Schwund der vergangenen Jahre auszugleichen. Das Gesetz war auf Druck der Bürgerinitiative „Baumentscheid“ entstanden, deren Klagedrohung die schwarz-rote Koalition zum Einlenken bewegt hatte. weiterlesen »
Weiterlesen »