In der Bezirksverordnetenversammlung am 19. November 2020 wurde für die kommende Saison die Prüfung der Machbarkeit für Bäderbusse beschlossen.
Diese sollen Badegäste von unterschiedlichen Orten im Bezirk per Bus an Seen im Umland befördern.
Unsere Bündnisgrüne Verordnete in der BVV, Cordula Streich, hatte im September einen Antrag eingebracht. Ergänzt wurde unser Antrag in den Ausschüssen um die Zusammenarbeit mit dem Bezirk Lichtenberg.
Cordula Streich:
“Die Schaffung von alternativen Badestellen im Bezirk wird kurzfristig nicht zu erreichen sein. Insofern ist der Bäderbus eine geeignete Maßnahme, um den Menschen in unserem Bezirk schon in der nächsten Saison eine Abkühlung im Sommer zu ermöglichen.”
Wir freuen uns sehr, dass unser Vorschlag aufgegriffen wurde und nun geprüft wird. Außer der Option einen See im Umland auch ohne eigenes Auto zu erreichen, bieten Bäderbusse auch die Möglichkeit die Übernutzung an den Seen in unserem Bezirk zu mindern.
Vorheriger Beitrag mit unserer Forderung:
Einen Bäderbus für Marzahn-Hellersdorf beantragt Cordula Streich in der aktuellen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (Drucksache – 2160/VIII). Der Bäderbus soll in den Sommermonaten 2021 Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirkes für ein kleines Geld zu den Seen mit öffentlicher Badestelle im Umland (z.B. Bernauer Haussee, Bötzsee) transportieren, damit für die Menschen in unserem Bezirk die Möglichkeit geschaffen wird, auch ohne eigenen PKW in den umliegenden Seen zu baden. Dies kann auch den Druck auf den Biesdorfer Baggersee und die Kaulsdorfer Seen entlasten.
Die BVV möge beschließen:
Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen für die Einrichtung eines Bäderbusses für die Bewohnerinnen und Bewohner in Marzahn-Hellersdorf einzusetzen. Der Bäderbus soll in den Sommermonaten 2021 Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirkes für ein kleines Geld zu den Seen mit öffentlicher Badestelle im Umland (z.B. Bernauer Haussee, Bötzsee) transportieren, damit für die Menschen in unserem Bezirk die Möglichkeit geschaffen wird, auch ohne eigenen PKW in den umliegenden Seen zu baden. Dies kann auch den Druck auf den Biesdorfer Baggersee und die Kaulsdorfer Seen entlasten.
Begründung:
Viele Menschen im Bezirk wünschen sich ein Freibad. Da Planung und Errichtung eines Freibades nicht für das nächste Jahr realisiert werden kann, sollte sich das Bezirksamt für einen Bäderbus einsetzen, um den Menschen eine Alternative zu den Seen im Bezirk zu bieten, die nicht für das öffentliche Schwimmen geeignet sind.



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Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke kritisieren geheime „Wohnungsbau-Turbo“-Vorlage – wenige Wochen nach der Wahl und zugunsten eines Investors mit Verbindungen zur CDU
Ein neues Wohnquartier nebenan – und alle in der Nachbarschaft wissen vorher, wie es aussehen wird, ihre Einwände wurden geprüft, und die gewählten Bezirksverordneten haben mitentschieden. So sollte Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf laufen. An der Hiltrudstraße passiert gerade das Gegenteil.
Mit der Vorlage Nr. 1597/VI vom 7. Oktober 2026 will das CDU-geführte Bezirksamt dem Vorhaben des Projektentwicklers Laborgh auf der ehemaligen Kleingartenanlage zustimmen: 304 Wohnungen in elf Gebäuden mit vier bis fünf Geschossen und Tiefgarage. Erlaubt wären dort heute nur Einzel- und Doppelhäuser mit höchstens zwei Geschossen – das räumt die Vorlage selbst ein. Der Bebauungsplan, der das ändern soll, ist nicht fertig: Die zahlreichen Einwendungen aus der Nachbarschaft sind noch gar nicht ausgewertet. Mit dem sogenannten „Wohnungsbau-Turbo“, einer befristeten Sonderregel im Baugesetzbuch, möchte das Bezirksamt einfach an ihnen vorbei genehmigen.
Besonders brisant: Laut Beschlussentwurf soll die Vorlage der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht vorgelegt und nicht veröffentlicht werden. Auch ob Kita- und Schulplätze, Spielflächen und der Ausbau der Hiltrudstraße ausreichen, regelt laut Vorlage ein städtebaulicher Vertrag mit Laborgh vom September 2026, über den damit niemand öffentlich beraten kann. Und das wenige Wochen nach der Wahl vom 20. September, kurz bevor sich die neue BVV konstituiert und ein neues Bezirksamt wählt. Auf die Bitte, die Vorlage nicht zu beschließen, hat die CDU nicht geantwortet.
Hinzu kommt: Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz und der frühere CDU-Abgeordnete Christian Gräff sind laut öffentlich einsehbaren Unternehmensdaten geschäftlich verbunden. Die hastig beschlossene Vorlage seiner Kolleg/innen hat damit einen Beigeschmack. Zudem entsteht der Eindruck, dass die Situation im Übergangszeitraum zwischen neuer und alter BVV ausgenutzt wird.
Pascal Grothe (Bündnis 90/Die Grünen) betont: „Ich bin für neue Wohnungen in Biesdorf, und dass hier geförderte Wohnungen entstehen sollen, begrüße ich ausdrücklich. Aber wer über 300 Wohnungen mitten in eine Siedlung aus Einfamilienhäusern setzt, muss das offen tun – vor der Nachbarschaft und vor der BVV. Ein Bezirksamt, dessen Amtszeit nach der Wahl ausläuft, darf so eine Entscheidung nicht im Stillen treffen. Ich will wissen, was das Projekt für Verkehr, Kitas und Schulen in Biesdorf-Nord bedeutet, und ich will ein Quartier, das so wenig Boden wie möglich versiegelt und von der Nachbarschaft akzeptiert ist. Das klärt man in einem ordentlichen Verfahren, nicht mit einer Abkürzung.“
Björn Thielebein (Die Linke) ergänzt: „Wie brauchen auch in Biesdorf bezahlbare Mietwohnungen, bestenfalls in öffentlicher Hand. Es darf nicht sein, dass kurz vor Ende der Wahlperiode hinter verschlossenen Türen Tatsachen geschaffen werden. Die CDU tut mit ihrer Hinterzimmerpolitik nur dem Investor einen Gefallen, nicht aber den Mieterinnen und Mietern in dieser Stadt. Denn solche Projekte müssen im Einvernehmen mit und nicht gegen die Nachbarschaft entstehen. Wir haben eine Sondersitzung der BVV einberufen, um diesen Prozess zu stoppen. Die Anliegen der Menschen vor Ort müssen ernst genommen werden, statt sie durch administrative Tricks zu übergehen.“
Die Sondersitzung wird am kommenden Dienstag, den 20.10. öffentlich stattfinden.
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