Kaum fällt das Herbstlaub, lärmen sie wieder in Park und Garten: die Laubsauger oder -bläser. Doch dieses Gartengerät schädigt Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe und stört den Naturhaushalt. Auch die Bodenbiologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt. Die lauten Ordnungshalter saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Außerdem zerstören sie Pflanzensamen.
In der Bezirksverordnetenversammlung am 24. Januar hat unsere Bezirksverordnete Cordula Streich eine Anfrage Zur Lärmbelastung durch den Einsatz von Graskantenschneidern, Rasentrimmern und Laubbläsern gestellt. Die Stadträtin Frau Zivkovic antwortete darauf, dass das Straßen- und Grünflächenamt
Graskantenschneider und Holztrimmer nicht nutzen, sondern sogenannte Freischneider. Davon werden in Marzahn-Hellersdorf 21 Stück eingesetzt und Laubbläser gibt es 42 Stück. Beim Einsatz sollen 3 Maßnahmen gelten: Die Geräte sollen den Lärmschutzrichtlinien entsprechen, frühe Morgenstunden sollen vermieden werden (ab 8 Uhr erlaubt) und vorwiegend sollen Elektrogeräte genutzt werden. Zu den Dezibelzahlen konnte Frau Zivkovic keine Auskunft geben. Zur Frage der ausgestoßenen Schadstoffe und Feinstaub, die die Geräte durch ihre Verbrennungsmotoren verursachen hatte sie leider auch keine Informationen. Es sollen aber auch aus Arbeitsschutzgründen zukünftig verstärkt Elektrogeräte im Bezirk eingesetzt werden.
Wir hoffen dass für die Saison im nächsten Herbst eine Umstellung auf elektrische Geräte stattfindet und das Laub auch an Orten wo die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist auch mal liegen bleiben darf – das wäre nämlich auch schöner für Natur und Tierwelt.



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