Am vergangenen Donnerstag wurde ein Antrag unserer Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksparlament beschlossen, damit – trotz massiver Haushaltskürzungen in Berlin – keine Mittel im Kampf gegen häusliche Gewalt in Marzahn-Hellersdorf gestrichen werden. Wir fordern, dass sich das Bezirksamt dafür einsetzt, die seit langem geplante und sich im Aufbau befindliche Fachberatungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt so schnell wie möglich vollends zu errichten.
Diese Stelle ist wichtig für die Beratung, direkte Hilfe und Weitervermittlung an weitere Hilfsangebote für Betroffene von häuslicher Gewalt. Sie soll aus Senatsgeldern finanziert und schon im kommenden Jahr in der Nähe des U-Bahnhof Hellersdorf eröffnet werden. Als Träger konnte man bereits das Frauenzentrum Matilde gewinnen. Mit unserem Antrag soll der Bezirk ein noch stärkeres Engagement im Kampf gegen häusliche Gewalt zeigen, damit dieses und andere Projekte langfristig Betroffenen helfen können und nicht den aktuellen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.
„Jeder Cent, der dem eh schon unterfinanzierten Bereich fehlt, kostet das Leben einer Frau“ berichtete Chantal Münster (Bezirksverordnete für Bündnis 90/Die Grünen). „Dass schwarz-rot in Berlin auch die Tarifmittel streicht, bedeutet für die Träger vor Ort, dass sie ihr Personal nicht mehr halten können und folglich Angebote fehlen. Gewaltbetroffene stehen also im schlimmsten Fall ohne Hilfe dar – ein unhaltbarer Zustand!“
Einfache Sprache:
Wir haben einen Antrag geschrieben:
Die Projekte gegen häusliche Gewalt brauchen Geld.
Das Bezirks•amt soll dafür sorgen, dass die Projekte das Geld bekommen.
Es soll schon lange eine Beratungs•stelle gegen häusliche Gewalt aufgebaut werden.
Das Bezirks•amt soll dafür sorgen, dass die geplante jetzt schnell Beratungs•stelle aufgebaut wird.



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