Frage 1: In welchen Turnhallen sind aktuell Trainingszeiten für Rollsportarten vergeben? (Bitte je nach Sportart: Rollschuh, Inlineskaterhockey, etc. und Turnhalle auflisten)
Aktuell sind keine Nutzungszeiten für den Rollsport in den Sporthallen des Schul- und Sportamtes vergeben worden.
Frage 2: In welchen Turnhallen können künftig weitere Hallenzeiten an Vereine vergeben werden, um Inline-Skaterhockey und andere Rollsportarten im Bezirk zu fördern?
Eine pauschale Aussage über die Eignung der im Bezirk vorhandenen Sporthallen für den Rollsport ist nicht möglich. Es bedarf hierzu einer Einzelfallprüfung. Hierfür müssen entsprechend die genauen Nutzungsanforderungen bekannt sein. Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Sportböden der in den letzten 5-7 Jahren sanierten Sporthallen in der Regel als flächenelastische Sandwichböden ausgeführt sind. Diese sind zwar durchaus für Rollsport geeignet, aber nur unter bestimmten Bedingungen, z.B. keine abrupten Fahr- und Bremstechniken, keine Sprünge von Ramps und Pipes auf dem Hallenboden, nur Verwendung von sauberen Rollen und Stoppern, etc. Hinzu kommen die zu prüfenden Anforderungen im Ausstattungsbereich in der Sporthalle und zur persönlichen Sportausrüstung sowie die Abwägung, welche der einzelnen Rollsportaktivitäten überhaupt möglich sind.
Frage 3: Wie wertet das Bezirksamt die Situation des Rollsports im Bezirk insgesamt?
Dem Bezirksamt, hier Schul- und Sportamt, liegen aktuell von Sportvereinen keine schriftlichen Anträge bzw. Nachfragen auf Nutzung von Sporthallen vor. Auch die bezirklichen Jugendfreizeiteinrichtungen nutzen derzeit keine Sporthallen für den Rollsport. Dem Bezirksamt ist allerdings bekannt, dass im Außenbereich zu wenig Rollsport-Möglichkeiten existieren. Derzeit stehen hier nur die Anlagen im Libertypark in Hellersdorf-Nord und dem sanierungswürdigen „Roten Platz“ in Marzahn-Mitte zur Verfügung. Es finden bis auf o. g. Ausnahmen auch keine regelmäßigen Angebote in und durch Jugendfreizeiteinrichtungen statt.



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Hiltrudstraße: Bezirksamt will Großprojekt hinter verschlossenen Türen durchwinken
Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke kritisieren geheime „Wohnungsbau-Turbo“-Vorlage – wenige Wochen nach der Wahl und zugunsten eines Investors mit Verbindungen zur CDU
Ein neues Wohnquartier nebenan – und alle in der Nachbarschaft wissen vorher, wie es aussehen wird, ihre Einwände wurden geprüft, und die gewählten Bezirksverordneten haben mitentschieden. So sollte Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf laufen. An der Hiltrudstraße passiert gerade das Gegenteil.
Mit der Vorlage Nr. 1597/VI vom 7. Oktober 2026 will das CDU-geführte Bezirksamt dem Vorhaben des Projektentwicklers Laborgh auf der ehemaligen Kleingartenanlage zustimmen: 304 Wohnungen in elf Gebäuden mit vier bis fünf Geschossen und Tiefgarage. Erlaubt wären dort heute nur Einzel- und Doppelhäuser mit höchstens zwei Geschossen – das räumt die Vorlage selbst ein. Der Bebauungsplan, der das ändern soll, ist nicht fertig: Die zahlreichen Einwendungen aus der Nachbarschaft sind noch gar nicht ausgewertet. Mit dem sogenannten „Wohnungsbau-Turbo“, einer befristeten Sonderregel im Baugesetzbuch, möchte das Bezirksamt einfach an ihnen vorbei genehmigen.
Besonders brisant: Laut Beschlussentwurf soll die Vorlage der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht vorgelegt und nicht veröffentlicht werden. Auch ob Kita- und Schulplätze, Spielflächen und der Ausbau der Hiltrudstraße ausreichen, regelt laut Vorlage ein städtebaulicher Vertrag mit Laborgh vom September 2026, über den damit niemand öffentlich beraten kann. Und das wenige Wochen nach der Wahl vom 20. September, kurz bevor sich die neue BVV konstituiert und ein neues Bezirksamt wählt. Auf die Bitte, die Vorlage nicht zu beschließen, hat die CDU nicht geantwortet.
Hinzu kommt: Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz und der frühere CDU-Abgeordnete Christian Gräff sind laut öffentlich einsehbaren Unternehmensdaten geschäftlich verbunden. Die hastig beschlossene Vorlage seiner Kolleg/innen hat damit einen Beigeschmack. Zudem entsteht der Eindruck, dass die Situation im Übergangszeitraum zwischen neuer und alter BVV ausgenutzt wird.
Pascal Grothe (Bündnis 90/Die Grünen) betont: „Ich bin für neue Wohnungen in Biesdorf, und dass hier geförderte Wohnungen entstehen sollen, begrüße ich ausdrücklich. Aber wer über 300 Wohnungen mitten in eine Siedlung aus Einfamilienhäusern setzt, muss das offen tun – vor der Nachbarschaft und vor der BVV. Ein Bezirksamt, dessen Amtszeit nach der Wahl ausläuft, darf so eine Entscheidung nicht im Stillen treffen. Ich will wissen, was das Projekt für Verkehr, Kitas und Schulen in Biesdorf-Nord bedeutet, und ich will ein Quartier, das so wenig Boden wie möglich versiegelt und von der Nachbarschaft akzeptiert ist. Das klärt man in einem ordentlichen Verfahren, nicht mit einer Abkürzung.“
Björn Thielebein (Die Linke) ergänzt: „Wie brauchen auch in Biesdorf bezahlbare Mietwohnungen, bestenfalls in öffentlicher Hand. Es darf nicht sein, dass kurz vor Ende der Wahlperiode hinter verschlossenen Türen Tatsachen geschaffen werden. Die CDU tut mit ihrer Hinterzimmerpolitik nur dem Investor einen Gefallen, nicht aber den Mieterinnen und Mietern in dieser Stadt. Denn solche Projekte müssen im Einvernehmen mit und nicht gegen die Nachbarschaft entstehen. Wir haben eine Sondersitzung der BVV einberufen, um diesen Prozess zu stoppen. Die Anliegen der Menschen vor Ort müssen ernst genommen werden, statt sie durch administrative Tricks zu übergehen.“
Die Sondersitzung wird am kommenden Dienstag, den 20.10. öffentlich stattfinden.
Beide Fraktionen fordern: Die Vorlage muss zurückgezogen, der BVV vorgelegt und veröffentlicht werden. Das Bebauungsplanverfahren ist mit allen Einwendungen ordentlich abzuschließen – und die Entscheidung trifft das neu gewählte Bezirksamt mit der BVV.
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