Die Baumfällungen am vergangenen Donnerstag sind nach jahrelangen intensiven Gesprächen mit Bürger*innen und den politischen Parteien kein Erfolg für die ökologisch verträgliche Sanierung einer historisch gewachsenen Siedlungsstraße. Ein Kompromiss mit dem Erhalt von mehr alten Straßenbäumen, als es nun gelungen ist, wäre in unseren Augen machbar gewesen – der politische Willen vorausgesetzt. Damit hätte verhindert werden können, dass gesunde Bäume in der Allee gerodet wurden.
Allein durch die von uns geforderte und mit Nachdruck verfolgte Einzelfallprüfung konnte ein Teil der Bäume erhalten werden. Dies betrifft im aktuellen Bauabschnitt sieben Bäume, welche durch uns Bündnisgrüne gerettet wurden.
Wir kritisieren, dass die Ergebnisse der Einzelfallprüfung nicht vor der Fällung veröffentlicht wurden und die Anwohner*innen somit von den Fällungen überrascht wurden. Für die Zukunft erwarten wir, dass bei unvermeidlichen Baumfällungen mit einer Frist von mindestens sieben Tagen online und auf Hinweisschildern vor Ort über den Grund und die Abwägung der Maßnahme informiert wird. Auch die zugrundeliegenden Gutachten müssen online öffentlich einsehbar sein. Ersatzpflanzungen sollen in räumlicher Nähe unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten durchgeführt werden und auch dies ist in die Online- und Offline-Kommunikation einzubeziehen.
Inka Seidel-Grothe (Sprecherin des Kreisverbandes) erklärt zu den Baumfällungen: „Während zehntausende Schüler*innen jeden Freitag auf die Straße gehen, um gegen Klimakrise und Trockenheit zu demonstrieren, wurden in Mahlsdorf uralte Bäume, die für die nächsten 60 Jahre in ihrer stadtklimatischen Auswirkung nicht ersetzt werden können, gefällt. Zudem geschah dies aus Sicht vieler Anwohner*innen in einer unnötigen Überrumpelungs-Aktion.



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