In anderen Bezirken gibt es eine dramatische Zunahme von Anträgen auf Zweckentfremdung von bisher normal vermieteten Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen. Mit einer großen Anfrage haben wir das Bezirksamt gefragt, wie es hiermit in Marzahn-Hellersdorf aussieht.
Große Anfrage – 2294/VII (19.04.2016)
Das Bezirksamt wird um Auskunft gebeten:
- Wie hat sich die Anzahl der Anträge auf Zweckentfremdung von bisher normal vermietetem Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen in den letzten Monaten verändert (bitte Zahlen der letzten 12 Monate zum Vergleich angeben)?
- Wie viele dieser Anträge hat der Bezirk positiv/negativ beschieden und bei wie vielen Anträgen läuft das Entscheidungsverfahren noch?
- >Sind dem Bezirksamt Fälle bekannt, in denen sich Eigentümerinnen und Eigentümer nicht an ablehnende Bescheide halten und wie wird dies kontrolliert?
- Wie geht das Bezirksamt mit illegalen Unterkünften um, die dem Bezirksamt bekannt werden?
- Beteiligt sich Marzahn-Hellersdorf am Projekt „Weiße Liste“, auf der alle genehmigten Unterkünfte im Land Berlin aufgeführt sind, so dass Kostenübernahmen für Objekte, die dort nicht aufgelistet sind, zukünftig weder ausgestellt noch bezahlt werden?
Es hat in den letzten Monaten eine Anfrage / eine Erkundigung gegeben.
Die Anfrage dazu läuft noch. Bisher liegt kein Ergebnis vor. Es wird jedoch mit einem negativem Ergebnis gerechnet.
Derartige Fälle sind nicht bekannt. Probleme entstehen jedoch durch fehlende Personalausstattung. Es werden aber Stichproben durchgeführt.
So etwas ist bisher im Bezirk nicht vorgekommen. Wenn dazu Informationen vorliegen, werden Vor-Ort-Begehungen durchgeführt. Folgend gibt es einen Unterlassungsbescheid und notfalls ein Zwangsgeld bis zu 100.000 €. Am Ende bliebe die Möglichkeit der Räumung.
Marzahn-Hellersdorf beteiligt sich an der Weißen Liste.
Begründung
Das öffentliche Interesse am Erhalt von Wohnraum ist hoch. Die Unterbringung von Geflüchteten muss außerhalb von genehmigten und mit den entsprechenden Auflagen versehenen gewerblichen Beherbergungsbetrieben immer auf Basis einer Monatsmiete erfolgen.
Selbstverständlich wollen und werden wir weiterhin alles dafür tun, die nach Berlin geflüchteten Menschen mit angemessenem Wohnraum zu versorgen. Die Abzocke einiger privater Wohnungsbesitzer auf Kosten der Steuerzahler muss jedoch ein Ende haben.
Der Bezirk Mitte wird in Zusammenarbeit mit dem LAGeSo und den anderen Bezirken eine sogenannte „Weiße Liste“ zusammenstellen, auf der alle genehmigten Unterkünfte im Land Berlin aufgeführt sind. Kostenübernahmen für Objekte, die dort nicht aufgelistet sind, sollen weder ausgestellt noch bezahlt werden, sofern sie in der Vergangenheit ausgestellt wurden.


Verwandte Artikel
Die BVV-Fraktion sucht eine/n neue Mitarbeiter*in für die Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d)
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf sucht zum 01. April 2026 eine/n
Mitarbeiter*in für die Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d)
Wir suchen eine motivierte Persönlichkeit mit hoher Organisationskompetenz für die eigenverantwortliche, strukturierte Erledigung der Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, die selbständig die anfallenden Aufgaben erledigt. Wichtig ist eine dienstleistungsorientierte Arbeitsweise, insbesondere zur Unterstützung und Begleitung der ehrenamtlichen Arbeit der Fraktionsmitglieder.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Förderpreis für Mädchen- und Frauensport: Auszeichnung für FIT & FUN Marzahn e.V.
Herzlichen Glückwunsch an FIT & FUN Marzahn e.V. zum Förderpreis für Mädchen- und Frauensport!
Der Verein setzt seit Jahren ein starkes Zeichen für die Förderung von Frauen im Sport. Der Vorstand ist vollständig weiblich besetzt, und von rund 1.000 Mitgliedern sind beeindruckende 93 Prozent Frauen. Damit steht FIT & FUN Marzahn e.V. beispielhaft für engagierte und nachhaltige Strukturen im Mädchen- und Frauensport.
Unsere Initiative als Ausgangspunkt
Grundlage für die Einführung des Förderpreises war ein Antrag der bündnisgrünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung im Jahr 2022. Ziel war es, den Mädchen- und Frauensport im Bezirk gezielt zu stärken und ihm mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Bezirkssportbund und der AG Sportehrung wurde daraufhin ein Konzept zur Verleihung des Preises entwickelt. Bereits ein Jahr später konnte der Förderpreis im Rahmen der Sportehrung erstmals verliehen werden.
Anreiz für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Sport
Der Förderpreis soll Sportvereine dazu ermutigen, den Mädchen- und Frauensport stärker in den Fokus zu rücken. Er würdigt Initiativen, Programme und innovative Ideen, die Mädchen und Frauen im Sport fördern, und setzt zugleich ein klares Signal für mehr Geschlechtergerechtigkeit im organisierten Sport.
Die Auszeichnung von FIT & FUN Marzahn e.V. zeigt: Engagement, strukturelle Förderung und klare Prioritätensetzung wirken – und sind ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit im Sport.
Weiterlesen »
Unterstützung der Initiative „Alkoholfreie Kassen“
In der letzten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 22.01.2026, haben wir einen Antrag zur Unterstützung der Initiative „Alkoholfreie Kassen“ eingebracht. Das Bezirksamt wird darin aufgefordert, die bundesweite Initiative ausdrücklich zu begrüßen und öffentlich zu unterstützen sowie Einzelhändler*innen, Supermärkte und Discounter im Bezirk zur freiwilligen Einrichtung alkoholfreier Kassenbereiche zu ermutigen – etwa über Wirtschaftsförderung, Gespräche mit Handelsverbänden oder Informationsmaterialien.
weiterlesen »
Weiterlesen »