Die Fraktion der BündnisGrünen hat sich beim jüngsten Ausschuss für Umwelt, Natur und Lokale Agenda 21 von der Sozialverträglichkeit der IGA-Eintrittspreise überzeugt. Auf Einladung des Ausschusses hatte Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA Berlin 2017, die Preisgestaltung für die Internationale Gartenausstellung erläutert. Für die BündnisGrünen stand dabei die Frage im Mittelpunkt, wie mit Projektpartnern und Schulklassen umgegangen wird, erklärte die Ausschussvorsitzende Bernadette Kern. Wie Christoph Schmidt berichtete, sollen Projektgruppen, die sich öfter auf dem Gelände bewegen, freien Eintritt bekommen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des sogenannten „Grünen Klassenzimmers“ zahlen vier Euro pro Person.
Der Normalpreis für IGA-Besucher liegt bei 20 Euro inklusive Seilbahnnutzung. Rechne man diesen Vorteil ein, liege Berlin noch unter den Preisen für die Gartenausstellungen in Hamburg, Koblenz und dem Havelland, betonte der IGA-Geschäftsführer. Berlin-Pass-Inhaber zahlen zehn Euro. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr haben freien Eintritt, zwischen sieben und 17 Jahren zahlen sie fünf Euro. Der Tarif für Gruppen ab fünf Personen, Arbeitssuchende, Studierende und Schwerbeschädigte beträgt 18 Euro pro Gast. Dauerkarten kosten 90 Euro, für Besitzer einer Grün-Berlin-Dauerkarte nur 50 Euro. Mit umliegenden Wohnungsgesellschaften – insbesondere der Degewo als Sponsor – sei die IGA Berlin noch in Verhandlung über Veranstaltungs-Rabatte, sagte Christoph Schmidt.
Eine weitere Absenkung der Preise erscheint unrealistisch. „Wir haben das, was möglich ist, erreicht“, betonte Schmidt. Noch günstiger könne die IGA nur durch einen höheren Zuschuss seitens des Landes Berlin werden. Im Anschluss an das Gespräch wurde ein Antrag von Linkspartei und Piraten für eine weitere Rabattierung der Eintrittspreise mit dem Ziel der Konkretisierung auf die kommende Sitzung vertagt.


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