Wir haben das Bezirksamt zu vollen Bürgerämtern und der Meldepflicht befragt (KA-385/VII). “Bei verspäteter Anmeldung wird ein Verwarnungsgeld unter dem Aspekt der Fahrlässigkeit erst bei einem Zeitraum der Überschreitung der Meldefrist von 3 Monaten ausgesprochen. Mit dieser Regelung haben die Berliner Bürgerämter bereits Engpässen bei der Terminvergabe entgegengewirkt.”
Unsere Fragen an das Bezirksamt und die Beantwortung:
1.) Ist es richtig, dass man sich bei Zuzug in den Bezirk innerhalb von 14 Tagen anmelden muss?
Im § 11 Abs. 1 des Meldegesetzes von Berlin (Allgemeine Meldepflicht) hat der Gesetzgeber unter anderem neben der Meldepflicht auch die Meldefrist geregelt. Danach muss der Meldepflichtige, der eine Wohnung in Berlin bezieht, sich innerhalb von zwei Wochen nach Einzug bei einer Meldebehörde anmelden. Die Meldefrist von zwei Wochen gilt demnach auch für Zuzüge in den Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
2.) Machen sich Bürgerinnen und Bürger strafbar, wenn sie sich nicht innerhalb dieser Frist anmelden?
Im §30 Abs.1 Pkt.1 des Meldegesetzes von Berlin (Ordnungswidrigkeiten) handelt der Meldepflichtige ordnungswidrig, wenn er seiner Pflicht zur Anmeldung nach § 11 Abs.1 nicht rechtzeitig nachkommt. Dieser Tatbestand kann mit Verwarnungsgeld oder Geldbuße geahndet werden. Bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten haben sich die Ämter für Bürgerdienste einheitlich auf folgende Regelungen in den Bürgerämtern verständigt:
Bei verspäteter Anmeldung wird ein Verwarnungsgeld unter dem Aspekt der Fahrlässigkeit erst bei einem Zeitraum der Überschreitung der Meldefrist von 3 Monaten ausgesprochen.
Mit dieser Regelung haben die Berliner Bürgerämter bereits Engpässen bei der Terminvergabe entgegengewirkt.
3.) Was unternimmt man, wenn man keinen Zugang zu einem Bürgeramt bekommt, weil alle Bürgerämter geschlossen sind bzw. weil man keinen Termin innerhalb der nächsten 14 Tage bekommt?
Die Dienstleistungen der Bürgerämter können in allen Bezirken gleich wahrgenommen werden. Hier gibt es keine örtlichen Zuständigkeiten. Wenn die Termine in den nächsten 14 Tagen in allen Berliner Bürgerämtern ausgebucht sind, ist eine Vorsprache ohne Termin vor Ort möglich. Grundsätzlich bieten die meisten Bürgerämter je nach Personallage Tagestermine an oder arbeiten mit Wartenummern. Bei den Bürgerämtern in Marzahn-Hellersdorf finden Sie folgenden Hinweis auf der Internetseite der Bürgerämter bei der Terminbuchung: Für den gleichen Tag können nur am Informationstresen des Bürgeramtes noch freie Termine erfragt werden. Darüber hinaus stellen unsere Bürgerämter täglich je nach Personalstärke für den Folgetag zusätzliche Termine im Internet bereit.
St. Richter
Verwandte Artikel
Bündnisgrüne Fraktion Marzahn-Hellersdorf fordert Erhalt des Parkläuferprogramms und ausreichende Mittel für die Grünpflege
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf setzt sich für den Erhalt des erfolgreichen Parkläuferprogramms ein. Für die kommende BVV-Sitzung am 4. September kündigt die Fraktion einen Antrag an, mit dem sie die Bezirksbürgermeisterin auffordert, sich auf Landesebene klar gegen die geplante Streichung des Programms durch den Berliner Senat auszusprechen.
Auch die bündnisgrüne Fraktion in Tempelhof-Schöneberg hat sich bereits mit einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner sowie die zuständigen Senator*innen Ute Bonde und Stefan Evers gewandt und sich ebenfalls für den Erhalt des Programms starkgemacht.
In Marzahn-Hellersdorf wurde das Parkläuferprogramm aufgrund seiner positiven Wirkung zuletzt im Mai 2025 ausgeweitet. Seitdem sind die Parkläufer-Teams nicht nur an den Kaulsdorfer Seen, sondern auch am Biesdorfer Baggersee, der Hönower Weiherkette, im Regine-Hildebrandt-Park und im Kurt-Julius-Goldstein-Park aktiv. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Sauberkeit, ein respektvolles Miteinander und den Schutz der Natur – und stärken zugleich das Sicherheitsgefühl der Besucher*innen. weiterlesen »
Weiterlesen »
Kein Radweg auf der Allee der Kosmonauten bis mindestens 2030
Im Bezirk waren wir uns einig: Durch unseren Antrag vom Oktober 2023 sollte auf Höhe der Lomonossow Schule und des Wilhelm-von-Siemens Gymnasiums auf der Allee der Kosmonauten ein Radweg entstehen. Unser Antrag wurde damals von CDU und SPD mitgetragen und im Bezirksparlament beschlossen. Jetzt hat der schwarz-rote Senat die Planungen auf Eis gelegt für mindestens vier Jahre. Damit agiert die Landesebene gegen ihre eigenen Vertreter im Bezirk.
weiterlesen »
Weiterlesen »
Unsere Fraktion zieht um!
Unser bündnisgrünes Fraktionsbüro muss umziehen. Aufgrund der Sanierung des Rathaus Marzahn findet ihr uns ab sofort in der Premnitzer Straße 11/13 im Raum 402. Damit liegt unser Fraktionsbüro nun in der Nähe des S-Bahnhof Mehrower Allee in Marzahn-West.
weiterlesen »
Weiterlesen »