Wir fordern den Senat auf, seine Energiepolitik an den Erkenntnissen des neuen Weltklimaberichts auszurichten. Ein neues und großes Kohlekraftwerk, wie es Vattenfall in Berlin bauen will, wäre ein herber Rückschlag für den Klimaschutz in Berlin. Der Senat muss jetzt seine Unterstützung für ein derartiges Kraftwerk aufgeben.
Die Industriegesellschaften und die großen Städten tragen eine besondere Verantwortung für ein entschiedenes Umsteuern in der Energiepolitik. Berlin muss sich dieser Verantwortung stellen. Berlin muss zur Modellstadt des Klimaschutzes werden.
Dazu gehören unter anderem folgende Punkte:
Berlin muss zum Kompetenzzentrum für Energietechnik werden. Das trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern stärkt auch die Berliner Wirtschaft. Weltweit wird die Nachfrage nach klimafreundlichen Energietechniken steigen. Innovative Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz, regenerative Energien und Möglichkeiten des Energiesparens sind die Themen für die Forschung und die Ansiedlung von Unternehmen. Der öffentliche Nahverkehr muss gefördert und umweltfreundlich gestaltet werden. Die Straßenbahn als klimafreundliche Alternative zum Busverkehr darf dabei nicht vernachlässigt werden. Öffentliche Gebäude müssen energetisch saniert werden, um Kosten zu sparen und Kohlendioxyd-Emissionen zu verringern.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Abgeordnetenhaus von Berlin bitten alle Berlinerinnen und Berliner, ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie bieten dazu Energiespartipps. Außerdem ermutigen wir die Berlinerinnen und Berliner einen Stromanbieter zu wählen, der auf Atom- und Kohlestrom verzichtet und statt dessen auf Erneuerbare Energien setzt. Die Mehrkosten dafür sind gering und der Umstieg ist einfach zu machen.
Wie die Umweltverbände empfehlen wir die Stromanbieter EWS Schönau, Naturstrom, Lichtblick und Greenpeace Energy. Von dem Vattenfall-Tarif “ÖkoPur” raten wir ab. Auf der Webiste “Atomausstieg selber machen” finden sich weitere Informationen und die Verträge der vier empfohlenen Anbieter.
Michael Schäfer, Sprecher für Klimaschutz


Verwandte Artikel
Wir verurteilen zerstörte Wahlplakate und Angriffe in Marzahn-Hellersdorf
Wir verzeichnen wenige Wochen vor den Berliner Wahlen zahlreiche Zerstörungen an unseren Wahlplakaten. Erste Zerstörungen wurden bereits kurz nach dem Plakatierstart am 2. August 2026 dokumentiert. Insgesamt haben wir über 2.000 Wahlplakate bestellt, auch in dem Wissen, dass es zu Beschädigungen kommen kann. weiterlesen »
Weiterlesen »
Mutmaßlicher Brandanschlag auf die Geflüchtetenunterkunft in der Albert-Kuntz-Straße
In der vergangenen Nacht bemerkte ein Bewohner der Unterkunft in der Albert-Kuntz-Straße Flammen an der Fassade. Das Feuer konnte durch den Sicherheitsdienst gelöscht werden. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen zu der Tat. Bisher sieht es so aus, als sei ein brennender Gegenstand gegen die Hausfassade geworfen worden. Glücklicherweise sind keine Personen zu Schaden gekommen. weiterlesen »
Weiterlesen »
Zusammen für Marzahn-Hellersdorf: Unser Bezirkswahlprogramm 2026
Wir treten für ein lebenswertes, bezahlbares und weltoffenes Marzahn-Hellersdorf an. Besonders wichtig ist uns, politische Entscheidungen nicht einfach durchzusetzen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort an praxisnahen Lösungen zu arbeiten: Zusammen für Marzahn-Hellersdorf. In unserem Wahlprogramm haben wir dargelegt, wie wir unsere Ziele ganz konkret erreichen wollen. weiterlesen »
Weiterlesen »