Wir haben uns gemeinsam mit der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf und der Fraktion von Die Linke Marzahn-Hellersdorf am bundesweiten Girls’ Day beteiligt. Mit dem gemeinsamen Format „Ein Tag als Bezirkspolitikerin“ erhielten Mädchen der 7.-10. Klasse aus diversen Schulen in Berlin die Möglichkeit, die Arbeit in der Kommunalpolitik aus nächster Nähe kennenzulernen, demokratische Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie politische Mitgestaltung im Bezirk konkret funktioniert.
Im Rahmen der Veranstaltung bekamen die Teilnehmerinnen Einblicke in die Aufgaben der Bezirksverordnetenversammlung, des Bezirksamtes, in die Arbeit der Fraktionen sowie in die politischen Abläufe auf kommunaler Ebene. In Gesprächen mit Mandatsträgerinnen konnten Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht und politische Themen diskutiert werden.
Ziel des gemeinsamen Aktionstages war es, politische Beteiligung greifbar zu machen und Hemmschwellen gegenüber politischen Institutionen abzubauen. Gerade auf kommunaler Ebene wird über viele Fragen entschieden, die den Alltag der Menschen direkt betreffen. Umso wichtiger ist es, dass junge Frauen frühzeitig erleben, dass ihre Perspektiven, Ideen und Anliegen in politischen Gremien gebraucht werden.
Günther Krug, Vorsitzender der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, sagt: „Demokratie lebt von Beteiligung und von der Vielfalt der Stimmen, die sich einbringen. Mit unserem Girls’ Day wollen wir jungen Frauen zeigen, dass Politik offen ist für ihre Ideen, ihre Kritik und ihre Vorstellungen für die Zukunft unseres Bezirks. Wer sich engagiert, kann konkret etwas verändern und genau das wollten wir an diesem Tag vermitteln.“
Die Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste Juliane Witt (Die Linke) nahm sich viel Zeit und erläuterte die Aufgaben sowie den Arbeitsalltag einer Bezirksstadträtin: „Ich freue mich jedes Jahr über das rege Interesse am Girls’ Day. Dass die politische Zukunft unseres Bezirks in den Händen von so engagierten und neugierigen Schülerinnen liegt, gibt mir sehr viel Mut und Hoffnung“, so Witt.
Besonders begeistert zeigten sich die Teilnehmerinnen vom Werdegang der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Chantal Münster. Ihre politische Karriere begann nach ihrer Teilnahme am Girls’ Day vor 10 Jahren: „Der Girls’ Day kann die Neugierde für Politik wecken und durch starke Vorbilder dazu beitragen, dass Mädchen sagen ‚Ich kann das!‘. So ging es mir vor zehn Jahren und ich hoffe, durch meine Geschichte vielen jungen Mädchen genau dieses Gefühl zu geben. Denn ihre Stimmen und Ideen sind wertvoll und machen unsere Gesellschaft zu einem solidarischeren Ort, wie man anhand der Pläne für die Nutzung eines fiktiven Grundstücks gesehen hat. Es war wirklich beeindruckend“, so Münster.
Dr. Luise Lehmann, Sprecherin für Gleichstellung der SPD-Fraktion, sagt: „Gleichstellung bedeutet nicht nur gleiche Rechte auf dem Papier, sondern auch gleiche Chancen auf politische Teilhabe. Noch immer sind Frauen in vielen Parlamenten und politischen Gremien nicht ausreichend vertreten – auch bei uns in Marzahn-Hellersdorf. Deshalb sind Formate wie der Girls’ Day so wichtig: Sie schaffen Begegnung, machen Mut und zeigen, dass politische Verantwortung keine Frage des Geschlechts ist.“
Die Fraktionen bedanken sich bei den engagierten Teilnehmerinnen für diesen erfolgreichen Girls’ Day. Die durchweg positive Resonanz zeigt, wie groß das Interesse an politischer Mitgestaltung ist. Solche Angebote leisten einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Bildung und stärken langfristig die politische Teilhabe junger Menschen im Bezirk.



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