Nach dem tödlichen Unfall eines 11-jährigen Kindes auf der Landsberger Allee in Höhe der Bruno-Baum-Straße fordern die Fraktionen von SPD, Linke und Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Marzahn-Hellersdorf kurz- und langfristig verkehrssichernde Maßnahmen am Ort des Geschehens. In einem gemeinsamen dringlichen Antrag setzten sich die Fraktionen unter anderen für ein Tempolimit auf 50 km/h, eine ganztätige Betriebszeit der Bedarfsampel sowie zusätzlichen Verkehrskontrollen durch Blitzer und der Polizei ein.
Eike Arnold, Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr, Umwelt- und Klimaschutz und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erklärt: „Tödliche Unfälle wie diese dürfen sich nicht wiederholen! Als Politik müssen wir reagieren und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen sicherstellen. Das Fahren mit Tempo 60 gehört an diesem Ort deshalb abgeschafft, da es die Wahrscheinlichkeit von Unfällen in einem ungleichen Maße erhöht. Dieser Schritt ist zügig ohne Umbau der Straßen umsetzbar und bringt schnell zusätzliche Sicherheit am Unfallort!“
Björn Tielebein, Fraktionsvorsitzender der Linken, ergänzt: „Es braucht endlich ein Umdenken in Sachen Straßenverkehr in unserer Stadt. Wenn Wohngebiete von autobahnähnlichen Straßen durchschnitten werden, sind lebensgefährliche Unfälle vorprogrammiert. Die Vorschläge für eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden liegen auf dem Tisch. Die Verbände für Rad- und Fußverkehr fordern seit Jahren weniger Tempo beim PKW, mehr Investitionen in sichere Infrastruktur und mehr Platz für Kinder im öffentlichen Raum statt Asphalt. Es darf nicht erst zu tödlichen Unfällen wie der an der Landsberger Allee kommen, damit solche Gefahrenpunkte ernsthaft angegangen werden.
Pascal Grothe, Mitglied der Fraktion von Bündnis90 /Die Grünen, stellt abschließend fest: “Die BVV hat mit dem Beschluss ein klares Signal an die Familie und alle Eltern im Bezirk gesendet: Wir reagieren – und zwar sofort. Wir beschließen Sofortmaßnahmen für diese Stelle und schaffen Tempo 60 im Bezirk ab. Tote im Straßenverkehr nehmen wir als Kollateralschaden nicht hin.”
Pascal Grothe, Mitglied der Fraktion von Bündnis90 /Die Grünen, stellt abschließend fest: “Die BVV hat mit dem Beschluss ein klares Signal an die Familie und alle Eltern im Bezirk gesendet: Wir reagieren – und zwar sofort. Wir beschließen Sofortmaßnahmen für diese Stelle und schaffen Tempo 60 im Bezirk ab. Tote im Straßenverkehr nehmen wir als Kollateralschaden nicht hin.”

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Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke kritisieren geheime „Wohnungsbau-Turbo“-Vorlage – wenige Wochen nach der Wahl und zugunsten eines Investors mit Verbindungen zur CDU
Ein neues Wohnquartier nebenan – und alle in der Nachbarschaft wissen vorher, wie es aussehen wird, ihre Einwände wurden geprüft, und die gewählten Bezirksverordneten haben mitentschieden. So sollte Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf laufen. An der Hiltrudstraße passiert gerade das Gegenteil.
Mit der Vorlage Nr. 1597/VI vom 7. Oktober 2026 will das CDU-geführte Bezirksamt dem Vorhaben des Projektentwicklers Laborgh auf der ehemaligen Kleingartenanlage zustimmen: 304 Wohnungen in elf Gebäuden mit vier bis fünf Geschossen und Tiefgarage. Erlaubt wären dort heute nur Einzel- und Doppelhäuser mit höchstens zwei Geschossen – das räumt die Vorlage selbst ein. Der Bebauungsplan, der das ändern soll, ist nicht fertig: Die zahlreichen Einwendungen aus der Nachbarschaft sind noch gar nicht ausgewertet. Mit dem sogenannten „Wohnungsbau-Turbo“, einer befristeten Sonderregel im Baugesetzbuch, möchte das Bezirksamt einfach an ihnen vorbei genehmigen.
Besonders brisant: Laut Beschlussentwurf soll die Vorlage der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht vorgelegt und nicht veröffentlicht werden. Auch ob Kita- und Schulplätze, Spielflächen und der Ausbau der Hiltrudstraße ausreichen, regelt laut Vorlage ein städtebaulicher Vertrag mit Laborgh vom September 2026, über den damit niemand öffentlich beraten kann. Und das wenige Wochen nach der Wahl vom 20. September, kurz bevor sich die neue BVV konstituiert und ein neues Bezirksamt wählt. Auf die Bitte, die Vorlage nicht zu beschließen, hat die CDU nicht geantwortet.
Hinzu kommt: Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz und der frühere CDU-Abgeordnete Christian Gräff sind laut öffentlich einsehbaren Unternehmensdaten geschäftlich verbunden. Die hastig beschlossene Vorlage seiner Kolleg/innen hat damit einen Beigeschmack. Zudem entsteht der Eindruck, dass die Situation im Übergangszeitraum zwischen neuer und alter BVV ausgenutzt wird.
Pascal Grothe (Bündnis 90/Die Grünen) betont: „Ich bin für neue Wohnungen in Biesdorf, und dass hier geförderte Wohnungen entstehen sollen, begrüße ich ausdrücklich. Aber wer über 300 Wohnungen mitten in eine Siedlung aus Einfamilienhäusern setzt, muss das offen tun – vor der Nachbarschaft und vor der BVV. Ein Bezirksamt, dessen Amtszeit nach der Wahl ausläuft, darf so eine Entscheidung nicht im Stillen treffen. Ich will wissen, was das Projekt für Verkehr, Kitas und Schulen in Biesdorf-Nord bedeutet, und ich will ein Quartier, das so wenig Boden wie möglich versiegelt und von der Nachbarschaft akzeptiert ist. Das klärt man in einem ordentlichen Verfahren, nicht mit einer Abkürzung.“
Björn Thielebein (Die Linke) ergänzt: „Wie brauchen auch in Biesdorf bezahlbare Mietwohnungen, bestenfalls in öffentlicher Hand. Es darf nicht sein, dass kurz vor Ende der Wahlperiode hinter verschlossenen Türen Tatsachen geschaffen werden. Die CDU tut mit ihrer Hinterzimmerpolitik nur dem Investor einen Gefallen, nicht aber den Mieterinnen und Mietern in dieser Stadt. Denn solche Projekte müssen im Einvernehmen mit und nicht gegen die Nachbarschaft entstehen. Wir haben eine Sondersitzung der BVV einberufen, um diesen Prozess zu stoppen. Die Anliegen der Menschen vor Ort müssen ernst genommen werden, statt sie durch administrative Tricks zu übergehen.“
Die Sondersitzung wird am kommenden Dienstag, den 20.10. öffentlich stattfinden.
Beide Fraktionen fordern: Die Vorlage muss zurückgezogen, der BVV vorgelegt und veröffentlicht werden. Das Bebauungsplanverfahren ist mit allen Einwendungen ordentlich abzuschließen – und die Entscheidung trifft das neu gewählte Bezirksamt mit der BVV.
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Wir suchen eine motivierte Persönlichkeit mit hoher Organisationskompetenz für die eigenverantwortliche, strukturierte Leitung unserer Fraktionsgeschäftsstelle, die selbständig die laufenden Geschäfte erledigt. Wichtig ist eine dienstleistungsorientierte Arbeitsweise, insbesondere zur Unterstützung und Begleitung der ehrenamtlichen Arbeit der Fraktionsmitglieder.
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